Trainingslager in San Remo

san remo

Als sich andere am letzten Januarwochenende mit Kisten auf den Autos in die Berge aufmachten, um sich dort die Knochen zu brechen (Schmidti, weiß wovon ich rede), machten sich ein Teil der Adlerjugend in persona von Anselm, Phillip, Neuadler Titus und Maxime aka Shorty sowie ein Teil der Adlernichtmehrganzsojugend in meiner Person mit Contender auf dem Dach, Motorboot und vier Lasern auf dem Trailer, auf den Weg an die Ligurische Riviera nach Sanremo. Der 420er von Titus und Shorty stand nach der Regatta in Imperia und dem Neujahrstrainingslager noch in der Marina Aregai.

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Nach und nach trafen der andere Teil des Brandenburger 420er Kaders nebst Trainer Jan Sternberg sowie Landestrainer Jan Müller mit fünf Sportlern des Brandenburger Laser Kaders ein. Letzterer wurde an den ersten vier Tagen von der Kitapest  außer Gefecht gesetzt, so dass das erste Training am Sonntag für alle Sportler von Jan Sternberg begleitet worden ist. Bei 3-4 bft, moderaten Wellen und sonnigem Wetter war dies gut händelbar. Das sollte sich am nächsten Tag ändern… Glücklicherweise, war das Trainingslager der Laser als gemeinsame Veranstaltung eines Teils des BaWü-Kaders und eines Sportlers vom Bayer-Kader geplant, so dass deren Trainer das Training aller Laser  übernehmen konnte.  Bei auffrischendem Wind und immer höherer Welle war dies auch dringend notwendig. Den Titel des Kenterkönigs habe dann aber ich mir geholt. Ich weiß jetzt zumindest, wozu so eine San-Francisco-Rolle beim Contendern gut ist. 

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Die Zeit zwischen den Wassereinheiten wurde mit Konditionstraining und Theorie verbracht. Insoweit zeigte sich die Marina Aregai als idealer Standort für ein Trainingslager. Das Hotel war nur 5 Gehminuten von den Booten entfernt. Oberhalb des Hotels verlief der 24 km lange Fahrradweg entlang der bezaubernden Küste mit seinen pittoresken Städtchen. Auf Inlineskatern ein Traum, so dass auch der als Betreuer und Caterer mitgereiste Vater von Titus  Beschäftigung fand, wenn er nicht gerade für 20 Jungs und Mädels Picknick zum Mittag einkaufte.

Höhepunkt war dann der letzte Tag, an dem der Wind bis auf über 30 Knoten bei 2-Meter Wellen auffrischte. Hier hieß es einfach nur zu überleben und den Materialbruch in Grenzen zu halten. Bei der ein oder anderen Pinnenverlängerung  ist mir dies zwar  nicht gelungen. Der Spaß war jedoch immens.

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Beim Verabschieden betonte der mitgereiste Vater des bayrischen Sportlers wiederholt, was für tolle Menschen die brandenburger Jugendsegler seien und welche gute Stimmung im Team herrsche. In Bayern gäbe es so etwas nicht. Letzteres kann ich nicht einschätzen, ersteres aber in jedem Fall bestätigen. Das Trainingslager war auch für mich eine schöne Erfahrung und hat riesigen Spaß gemacht. 

Ciao, Kenterkönig Matthias