Potsdamer Contis mit viel Spaß am Dümmer unterwegs

Erster Freitag im Mai. Feierabend. Drei Contendersegler vom Potsdamer Adler und ein Segelfreund vom PSV machen sich auf die lange Fahrt zum Einhandwochenende am Dümmer. Fünf Stunden brauchen wir. Ob bei der Ankunft noch Freitag oder schon Samstag ist, hat keiner mehr mitbekommen. Der Grill ist schon kalt, aber da sitzen noch ganz viele bekannte Gesichter! Über vierzig Contender haben gemeldet.

Samstag dürfen wir uns von strahlender Sommersonne wecken lassen. Start ist erst um eins. Die erste Hürde ist, das knietiefe Wasser bis zur Regattabahn zu überqueren – zum Glück haben wir ja am Gardasee geübt, ohne Ruder zu steuern. Bei der sanften Brise noch kein großes Problem. Die Regattaunerfahrenen unter uns dürfen dank allgemeinem Übermut noch mal ganz entspannt das Starten üben, bis nach dem zweiten Rückruf Black Flag gezogen wird. Taktik – bei den großen Jungs bleiben, die werden schon wissen, was sie tun. Andreas ist mir zu mutig im Getümmel unterwegs und hat außerdem seinen „komm-mir-nicht-zu-nah-oder-ich-fress-dich“-Regattablick im Gesicht. Ich halte mich also an Hannes, der segelt lieb. Leider kommt er mir schon auf der ersten Kreuz abhanden. Naja, egal, war zu erwarten. Ich finde einen spannenden Matchpartner in Uwe, der plötzlich echt Messer zwischen den Zähnen hat und mir bald klarmacht, dass auch er weiß, was Innenraum heißt. So segeln wir an einem traumhaften Samstag vier spannende Leichtwind-Wettfahrten. Hannes und Andreas sind weit weg unterwegs und schachern mit den anderen Profis um die vorderen Plätze, Uwe und ich wollen unbedingt den jeweils anderen abhängen und schaffen es so immerhin konsequent von der Roten Laterne weg. Für die letzte Wettfahrt des Tages stellen Uwe und ich allein die Potsdamer Mannschaft, unsere Vorbilder haben es mit der Black Flag nicht so richtig genau genommen. Am Ende kommen wir glücklich und erschöpft vom Wasser, mit großer Vorfreude auf die letzte Wettfahrt am Sonntag! Der Club hat für ein fantastisches Abendessen gesorgt, aber für mehr als ins Koma essen, Aussicht genießen, Sonnenuntergang angucken und dann sofort schlafen gehen reicht die Energie bei mir nicht mehr.

Der Sonntag wird dann auch genauso schön wie erwartet, das Wetter ist wieder sonnig-sommerlich, der Wind gemütlich ruhig, und Uwe und ich dürfen die neue Erfahrung machen, mal im vorderen Mittelfeld zu segeln. Hach, so schön! Im Endstand werden es Platz 7 und 10 für Hannes und Andreas und Platz 26 und 28 für mich und Uwe. Voller Erfolgserlebnis, sonnenbetankt und tiefenerholt müssen wir von dem schönen See Abschied nehmen. Ich habe einiges gelernt, darunter mindestens zehn neue Dümmer-Flachwortwitze. Schön war’s!

Bis zum nächsten Mal!

Sophia (GER 305)