Nachtrag: Einhandwochenende am Dümmer See

duemmer andreas

Andreas hat einen schönen Erlebnisbericht in seiner Schublade gefunden. Den wollen wir doch nicht zurück halten.

Nachdem uns unsere letzte Regatta schon fast an die holländische geführt hatte, ging es diesmal „nur“ bis zum Dümmer bei Osnabrück. Das Verladen am Freitag verlief noch etwas zähflüssig, aber die Saison ist ja noch jung! Beim nächsten Mal wird das schon deutlich besser „flutschen“. In Anbetracht der Uhrzeit wurde dann entschieden vor der Abfahrt noch gemeinschaftlich zu Essen. Frisch gestärkt ging es danach mit zwei Autos und sechs Booten  auf die Autobahn in Richtung Westen. 

Gut gelaunt stiegen wir dann ein paar Stunden später am Dümmer wieder aus. Erwartungsgemäß war der Grill schon wieder kalt, aber Getränke wurden noch gereicht. Der Samstagmorgen überzeugte wettertechnisch dann noch nicht. Wolkenverhangen und kühl, so hatten wir  nicht gebucht! Dazu blies nur ein laues Lüftchen. Oh man, soll es das wirklich alles sein? Das umfangreiche Frühstück im Club entschädigte uns dann aber erstmal. In großer Runde wurde gegessen und der Tag konnte kommen. Also Boote aufbauen und mit all den Leuten quatschen, die man den ganzen Winter kaum oder gar nicht gesehen hat. Gegen 12 Uhr beginnt die Flotte dann auszulaufen, insgesamt stoßen über 100 Boote ab. Ein paar RS Aero und Europes, dazu über 30 Finns. Mit über

50 Booten stellen die Contender allerdings die mit Abstand größte Gruppe. Im Startgebiet angekommen wird dann schnell klar: 1. Der Wind ist doch gar nicht so schlapp, es reicht doch auch für die großen Jungs zum kontinuierlichen Trapezen. 2. Der Wind hat heute ein paar Tricks auf Lager, sprich die Dreher werden uns zu schaffen machen.

Insgesamt segeln wir an diesem Tag 4 Rennen. Die Winddreher spielen dabei so manch böses Spielchen mit den Seglern, aber am Ende gleicht es sich wohl doch wieder alles aus. Außerdem sind die Windprognosen für Sonntag eher mäßig und damit ist unklar, ob wir überhaupt segeln können. Das interessiert jetzt aber niemanden mehr. Wir kümmern uns jetzt erstmal um das Büffet. Erst jetzt wird einem bewusst, dass die Sonne ja inzwischen scheint. Und so wird es langer Abend auf Terrasse & Balkon des Clubs. Müde, aber glücklich & zufrieden geht es ins Bett. 

Am Sonntag holt uns dann die Sonne wieder aus dem Bett. Beim Frühstück wird dann viel darüber diskutiert ob der Wind für ein weiteres Rennen reichen wird oder nicht. Gegen 11:00 Uhr entscheidet die Wettfahrtleitung, dass sie es probieren will. Und auch wenn einige noch etwas ungläubig ob dieses Treibens sind, laufen doch alle Boote aus. Anfangs scheinen die Zweifler auch Recht zu haben. Je weiter man sich der Seemitte nähert, umso schwächer wird der Wind. Aber dann setzt er sich doch langsam durch - schwach & drehend, aber segelbar. 

Wie zu erwarten wird das Rennen nervenaufreibend. Im Gegensatz zu gestern ist heute die Position am Startschiff und nicht am „pin end“ bevorteilt. Der erste Start endet dann auch im allgemeinen Rückruf. 

Der zweite Versuch geht aber durch.  Was dann folgt ist Spannung pur! 

Windreher & Flautenlöcher stellen die Segler auf eine harte Probe, aber am Ende wird auch die gemeistert. Nach fünf spannenden Rennen stehen Platzierte & Sieger fest. Christoph Homeier aus Bremen gewinnt vor Hannes & Andreas (beide SVPA) im Feld der 52 Contender. So geht ein tolles Segelwochenende zu Ende. Aber keine Sorge, wir sehen uns bald wieder!

Andreas

G-11