Frohe Weihnachten an alle Potsdamer Segler und Freunde des Segelsports!

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Am Heiligabend von den Liebsten frei zu bekommen, um der großen Leidenschaft zu frönen – das ist nicht so einfach. Selbst am Vortag war es nicht allen möglich. Fünf Contender kamen dann aber doch zusammen. Uwe vom PSV, Sophia, Hannes, Andreas und Peter haben sich gestern nach dem späten Frühstück zusammengefunden. Um kurz vor zwölf ging’s dann raus auf’s Wasser.

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Viele Vereinsmitglieder waren derweil fleißig, ob beim Buddeln für die neuen Gehwege, beim Räuchern für die Festtage oder ganz klassisch beim Bootsbau. Die Jugend ließ sich entschuldigen, war sie doch erst in den frühen Morgenstunden aus dem VBS-Trainingslager in San Remo (Italien) zurückgekehrt. Die Armen!

Jörg war es als alter Warmduscher auch zu kalt für einen feuchten Neoprenanzug. Also rein in die Skiklamotten und rauf auf die Tempest. Dass diese mit gerefften Großsegel ganz wunderbar bis 4 Windstärken segelbar ist, hatte er ja bereits herausgefunden. So konnten der wilde Schwarm an Trapezseglern auf ein Presseboot mit Fotograf inklusive Minimalsicherung zurückgreifen.

Letzteres war aber gar nicht nötig. Ulf hatte als weihnachtlicher Gentleman seinen frisch erworbenen Kenterball an Sophia ausgeliehen. Das erwies sich als äußerst Kräfteschonend. Hannes und Andreas wendeten bei ihrer ersten Kenterung zwar noch blitzschnell in ihre Richtung – mit der Zeit ließ die Sorge aber nach. Und zwischendurch kam das Gelbe Trikot auch ganz ordentlich in Fahrt. Eine reine Spaßfahrt war es mitnichten. Andreas wollte als Cheftrainer noch ein paar Trainingsziele in 2017 – entsprechend wurde später auch bei einbrechender Dunkelheit im Clubhaus bei Kaffee und Keksen die Nachbesprechung geführt – freundlich im Ton, kritisch in der Sache ;-)

Jörg wollte es nach einer Weile dann aber auch wissen. Also den mitgenommenen Conti-Pinnenausleger mit Klebeband an dem Pinnenstock der Tempest befestigt und raus auf die Kante. Das ging auf raumen Kursen sehr gut. Auf der Kreuz ließen sich so sogar der Conti von Hannes angreifen. Da geht doch was! Also noch ein wenig tiefer abgeseilt und mal Druck aufgebaut. Hach! Mitten auf dem See eine 30°-Drehung nach Lee. Was für eine Pfütze! Wasser läuft in den Ausschnitt und in die Hose. Mist! Das war nicht geplant. Also ab nach Hause unter die (warme) Dusche. Dabei wenigsten noch ein wenig Spaß auf dem Raumkurs haben. Ups! Großbaum im Wasser, Tempest flach auf’s Wasser gelegt. Gerade nochmal kontrolliert aus dem Trapez ausgehakt und in’s Cockpit abgestiegen. Quintessenz – wenn unser Ausbildungsboot sportlich gesegelt werden will, dann ruhig auch mit Neoprenanzug. Manchmal ist sie eben doch ne Zicke.

Später an Land waren alle glücklich und zuversichtlich, dass wir bis zum Neuen Jahr ohne Wasser unter den Füßen aushalten können. Wobei, Absegeln steht ja auch noch an.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten an Euch alle!!

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